Donnerstag, 26. Januar 2017

33. Armut durch Karten

Hier in Großbritannien gibt es ein Schreibwarengeschäft namens Paperchase und ich sage euch, die wollen mich arm sehen!

Niedliche Karten und Notizbücher gehören zu meinen Schwächen und wem es genau so geht, wird sich nach dem Betreten einer Paperchase Filiale im Himmel wiederfinden. Es gibt dort reihenweise super schöne Karten, Notizbücher, Stifte und alles, was das Bastel-Herz begehrt. Es braucht jedes Mal alles in mir, keine neuen Postkarten mitzunehmen. Oft meide ich den Laden in Oxford direkt. Sicher ist sicher!



Meine Sammlung mag zwar klein (und sehr katzen-lastig) erscheinen, aber das liegt einfach daran, dass ich viele gekauft und dann in Weihnachts- oder Geburtstagspäckchen gepackt habe.

Aber um auf schöne Notizbücher zu stoßen, muss man nicht mal unbedingt zu Paperchase gehen. Selbst in den Supermärkten hier gibt es wunderschöne Karten, Planer und Listen-Blöcke. Auf einer Seite könnte sich Deutschland da mal eine Scheibe abschneiden, andererseits wäre das alles andere als gut für mein Portemonnaie.


Sonntag, 22. Januar 2017

32. Ein kleines benefit-Fazit

Als kleines Geschenk an mich selbst hatte ich mir den Adventskalender von benefit im letzten Jahr gekauft. Nun ist Weihnachten schon wieder fast einen Monat her *schnief* und alle Türchen wurden längst geöffnet. Einige Produkte habe ich seitdem getestet und dachte mir, ich gebe euch mal meine Meinung zu ihnen. Immerhin ist benefit eine sehr teure Make-Up- und Kosmetikmarke.



Vielleicht kann ich dem Ein oder Anderen bei einer Entscheidung behilflich sein!

Samstag, 14. Januar 2017

31. Achtzig Prozent Lachen!

Obwohl meine Frühschicht schon vor über zwei Stunden geendet hat und ich heute auch nicht mehr arbeiten muss, sitze ich gerade trotzdem bei uns im Hotel. Warum? Tja, unser Wlan im Staff House hält Winterschlaf und mittlerweile reicht die Verbindung nicht mal mehr für WhatsApp. Das ist wirklich sehr nervig und ich hoffe, dass dieses Problem bald mal behoben wird. An Genörgel gegenüber unseres Bosses mangelt es jedenfalls nicht!

So leiste ich Maria nun etwas Gesellschaft während ihrer Nachmittagsschicht und kann endlich das Video hochladen, welches wir letztes Wochenende zusammen gedreht haben. Die Bearbeitung war ein Spaß! 1,5h Filmmaterial - kurz fassen ist nicht. Es werden Fragen beantwortet, damit ihr uns besser kennen lernen könnt und vor allem viel gelacht.

Wir hoffen, es gefällt euch!


Sonst gibt es nicht viel Neues zu berichten. Zurzeit ist im Hotel nichts los. Geschneit hat es mal ganz kurz, aber leider ist nichts liegen geblieben.

Kaum zu glauben, aber es geht für mich so langsam in den Endspurt. Nächste Woche um die Zeit sind es nicht mal mehr zwei Monate bis ich wieder nach Deutschland zurück kehre. Wow! Diese sechs Monate vergehen schneller, als gedacht und es ist erstaunlich wie viel sich verändert hat - im Bezug auf mein Leben und auf mich selbst. Ich habe das Gefühl, dass ich als eine bessere Version von mir selbst wieder kommen werde und kann es kaum erwarten alle meine Freunde wieder zu sehen und sie in ihren neuen Wohnungen und Heimatstädten zu besuchen. Die restliche Zeit versuche ich trotz der Arbeit noch in vollen Zügen genießen. Die Sprache, Oxford, London und natürlich Maria werden mir fehlen...but there is no place like home.

Noch ein schönes Wochenende,
 Nina :)

Sonntag, 8. Januar 2017

30. I Was Here by Gayle Forman

I regret to inform you that I have had
to take my own life.This decision
has been a long time coming, and was
mine alone to make. I know it will
cause you pain, and for that I am
sorry, but please know that I needed
to end my own pain. This has nothing
to do with you and everything to
do with me. It's not your fault.
Meg

Dieses Buch ist nicht nur das Letzte, welches ich 2016 gelesen habe, sondern auch mein persönlicher Favourite aus dem letzten Jahr. Die Autorin Gayle Forman ist bekannt für If I Stay (Wenn Ich Bleibe) und da ich sowohl das Buch als auch den Film sehr mag, hatte ich relativ hohe Erwartungen an I Was Here. Ich wurde nicht enttäsucht - ganz im Gegenteil - mir gefällt es sogar noch besser als If I Stay und ich hoffe SO sehr auf eine Verfilmung.


Ich liebe Bücher, in deren Stories ich mich wirklich verlieren und nicht aufhören kann, zu lesen. Als ich I Was Here angefangen habe, waren es dann mal schnell 113 Seiten am ersten Tag und es fiel mir wirklich so schwer abends das Buch wegzulegen und schlafen zu gehen. Man möchte einfach wissen, was passiert und man entwickelt auch schnell Sympathie für die Protagonistin. Jedenfalls ging es mir so.


"A pitch-perfect blend of mystery, tragedy, and romance."
- Stephen Chbosky, author of The Perks of Being a Wallflower


Die Geschichte handelt von zwei unzertrennlichen Freundinnen, die alles teilten und voneinander wussten. Das dachte Cody zumindest immer, bis Meg sich unvorhergesehen das Leben nimmt. Zurückgelassen, traurig und verwirrt versucht Cody herauszufinden, was hinter der plötzlichen Entscheidung ihrer Freundin steckt. Dabei erfährt sie nicht nur die erschreckende Wahrheit über den Selbstmord, sondern fängt an ihre Freundschaft zu Meg zu hinterfragen, sowie die Liebe und das Leben an sich. Während ihrer Suche findet Cody nicht nur Antworten, sondern auch sich selbst.


Mit den Themen Depression, Selbstmord und im Allgemeinen mental illness beschäftige ich mich schon seit ein paar Jahren, da eine sehr enge Freundin von mir damit zu kämpfen hatte. Meiner Meinung nach sollte man dem Seelischem sowieso genau so viel Aufmerksamkeit schenken, wie dem Körperlichen. Nur weil man etwas nicht sehen kann, heißt es nicht, dass es nicht da ist.
Allerdings entdeckt Cody Dinge, die auch für mich komplett neu waren und wirklich mehr als schockierend. Umso schöner ist jedoch, das Ende. Das Buch mag kein Thriller sein, aber trotzdem konnte ich nicht aufhören Seite für Seite zu verschlingen. Man begleitet Cody durch die Zeit nach Megs Tod und möchte einfach genau so sehr die Wahrheit heraus finden, wie sie.


Eine ganz große Lese-Empfehlung von mir!

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend & einen guten Start in die neue Woche! :)
 Nina

Dienstag, 3. Januar 2017

29. Silvester ohne Feuerwerk

Hello party people, happy new year!
Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.

Ich hatte ein sehr entspanntes Silvester mit meiner Familie in unserem Hotelzimmer. Hier ist New Years Eve keine so große Sache. In Deutschland werden einem die Raketen und Knaller nur so zu geworfen, sobald Weihnachten vorbei ist. Wunderkerzen aufzutreiben war für uns allerdings eine echte Herausforderung und sonst haben wir wirklich nichts gefunden. Aber gut, das Feuerwerk in London ging eine gute viertel Stunde. Kein Wunder, dass im Rest des Vereinigten Königreichs nichts mehr zu kriegen war!

Mein Boss war so lieb und hat mir die ganzen Tage, an denen meine Familie hier gewesen ist, frei gegeben. So konnte ich bei ihnen im Hotel übernachten und bei ordentlichem Wasserdruck duschen. YAS! Am Tag ihrer Ankunft waren wir erstmal ganz entspannt Mittag essen, sind danach zum Check-In in ihr Hotel gefahren und danach gab es eine kleine Führung durch mein englisches zu Hause. Und nein, sie haben nicht in dem Hotel übernachtet, in dem ich arbeite. Das wollte ich nicht, denn so bin ich mal von der Arbeit weggekommen und außerdem wäre das komisch für mich gewesen.


Am 29. sind wir gemeinsam nach Oxford gefahren. Meine Eltern sind nun genauso begeistert von dieser wunderschönen Stadt, wie ich es bin. Wir hatten so Glück mit dem Wetter. Es war zwar kalt, aber der Himmel strahlend blau und die Sonne hat sich von ihrer besten Seite gezeigt.
Natürlich mussten wir etwas Kultur heucheln und deswegen habe ich uns zu der schönen kleinen Kirche gelotst, von der ich euch schon mal in einem Post berichtet habe. Dazu waren wir noch in der Christ Church und haben uns die berühmte Harry Potter-Treppe angeschaut und den Speisesaal, der die Inspiration für die Great Hall war. Leider bin ich dort kaum zum Fotografieren gekommen und die paar entstandenen Bilder sind alle sehr verwackelt. Es war ein einziges Gedrängel dort! Dafür gibt es ein paar schöne, sonnige Aufnahmen von Oxford.



Am Tag darauf haben wir dem Outlet Biceister Village einen Besuch abgestattet. Dafür ist die kleine Stadt, in dessen Nähe mein Hotel steht, sehr bekannt. Das wurde mir jedenfalls gesagt. Ich für meinen Teil kannte vor meiner Ankunft im September weder das Outlet noch die Stadt. Was vermutlich ganz einfach daran liegt, dass ich kein besonders großer Anhänger von Markenklamotten bin. Ich gehe immer an den Sachen vorbei und denke mir: "Okay, das könnte ich auch für 10€ bei h&m kaufen.".
Nichtsdestostrotz bin ich fündig geworden und gehöre nun zu den Mädchen, die ein Calvin Klein Unterwäsche Set besitzen. Das war auch eigentlich der einzige Grund, aus dem ich dorthin wollte. Ich weiß, super basic, aber ich wollte schon so lange eins haben und sie haben nur die Hälfte gekostet. Wie manche Menschen dort eingekauft haben, unvorstellbar! Da sind Leute teilweise mit sechs Tüten pro Hand herumgelaufen und standen vor Läden wie Prada oder Gucci sogar Schlange. Oh wow!


Der Abschied am Sonntag ist mir so unglaublich schwer gefallen. Auch wenn mir die drei nach vier Tagen hier und da schon wieder auf die Nerven gegangen sind, hab ich meine Familie trotzdem so vermisst und tue es jetzt bereits wieder. Meinen Eltern und meinem Bruder zu zeigen, wie ich hier so lebe und mit ihnen durch Oxford zu schlendern, hat wirklich Spaß gemacht. Es war allerdings manchmal schon etwas komisch. Meine Zeit in England kommt mir vor, wie ein zweites Leben, weil ich so weit weg von allem und jedem zu Hause bin - zwei Welten sind da plötzlich zusammen gestoßen. Doch es war schön und meine Rückkehr nach Hause liegt auch nicht mehr so weit in der Ferne (10 Wochen nur noch, what?).


Habt ihr eigentlich Neujahrsvorsätze?

Ich habe mir nichts weltbewegendes vorgenommen, da ich einfach so schlecht darin bin, sowas einzuhalten. In meinem letzten Post habe ich meinen Self-Love-Vorsatz angesprochen und außer diesem will ich nur hier und da kleine Sachen anders machen, die dann zum Großen und Ganzen führen - früher aufstehen, um mehr vom Tag zu haben; an den richtigen Stellen "Ja" und "Nein" sagen und mehr auf mein Bauchgefühl vertrauen; mir nicht über die kleinen Dinge den Kopf zerbrechen, sondern das Wichtige im Auge behalten.


Das wars' für heute,
 eure Nina :)