Samstag, 31. Dezember 2016

28. Zweitausendsechzehn

Jedes Jahr aufs Neue fällt mir auf, wie schnell zwölf Monate vergehen können. Bevor man sich versieht, ist schon wieder Silvester. Etwas Bekanntes geht zu Ende und etwas Neues beginnt. Man muss sich die nächste Jahreszahl einprägen, um nicht weiterhin die Alte aufzuschreiben.
Veränderungen machen mir immer etwas Angst. Letztes Jahr an Silvester war ich regelrecht panisch. Ich mache mir jedes Jahr selbst großen Druck etwas erreichen zu müssen, auf das ich am Ende zurück blicken und stolz sein kann. Aber dieses Mal sehe ich das Neujahr mit anderen Augen. Ich habe keine Angst vor ihm. Ich sehe einen Schnitt, den ich gedanklich machen kann. 2016 war ein sehr intensives Jahr und ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Das Abitur wurde bestanden und die Schule beendet. Ein Meilenstein! Und nun bin ich hier in England und seit fast vier Monaten von zu Hause weg. Ganz allein. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln, die mir hier und da wirklich die Augen geöffnet haben.


Schule vorbei. Abitur bestanden. Party! Was nun? Arbeit, Studium, Ausland? Ausland. Okay. England? YAY! Hotelarbeit im Nirgendwo - Verantwortung, Zimmer putzen, fremde Menschen. Aaaaaaah, Hilfe! Keine Mama. Kein Papa. Menschen kommen und gehen. Uh, Oxford! Herzschmerz. London - ein Traum. Komische Menschen jeden Tag. Allein an Weihnachten. UGH. Silvester mit der Familie. Wie schön! Was passiert danach?

Erwachsen werden ist zum Kotzen. Ich denke, da spreche ich vielen aus der Seele. Besonders 2016 wurde mir dies immer wieder aufs Neue und mit jedem Mal stärker bewusst. Mein Kopf war noch nie so viel am Rattern und Rauchen. Zwei Hände reichen nicht, um aufzuzählen, wie oft ich dieses Jahr auf dem Schulklo, anderen öffentlichen Toiletten oder beim Auto fahren schon geweint habe. Besonders das Abitur hat meine Nerven auf die Probe gestellt. Im Nachhinein kann ich allerdings sagen, dass ich mir (wie immer) das Leben selber schwer gemacht habe. Hach ja, mein Kopf!
Meine Zeit hier in England hat mir im Bezug darauf, bis jetzt schon wirklich sehr gut getan. Ich bin kein komplett neuer Mensch. Das geht nicht und das will ich auch beim besten Willen nicht. Es fallen mir allerdings immer wieder kleine Dinge auf, die ich vor einem Jahr so nicht gedacht, gesagt oder getan hätte. Viele meiner Freunde sind darauf auch schon aufmerksam geworden. Ich reagiere auf bestimmte Vorkommnisse mittlerweile ganz anders. Ruhiger. Entspannter. Ohne die eigene Existenz sofort zu hinterfragen. Darauf bin ich stolz und daran will ich auch weiterhin arbeiten - das konstante Stress-Level niedrig halten. Auch wenn es immer da sein wird und ich meine Heulerei vermutlich auch so schnell nicht in den Griff bekommen werde. anxiety wird weiterhin und vermutlich für immer mein treuer Wegbegleiter sein, aber mein Ziel ist es, besser damit umgehen zu können. Und ich habe das Gefühl, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
Allerdings hätte ich dies nicht ohne meine wundervolle Familie und meine engen Freunde geschafft. Ohne euch könnte ich nicht sein. Danke, dass ihr mich trotz meiner Macken und meiner Denkerei liebt und unterstützt! Ich hätte euch allen gerne die Welt zu Weihnachten geschenkt.


Ich weiß zwar immer noch nicht zu hundert Prozent, was ich vom Leben möchte, aber ich weiß durch die positiven und vor allem die negativen Ereignisse, ganz gewiss, was ich NICHT möchte. Und das ist doch schon mal etwas. Das Ausschlussverfahren hat immerhin auch schon in der Schule geklappt und ich habe das Abi mit gut bestanden. Also muss da ja irgendwas dran sein.

Das kommende Jahr soll ein Ich-Jahr sein. Self-love. Natürlich werde ich nicht durch die Gegend spazieren und völlig ignorieren, wie es meinen Mitmenschen geht. So bin ich nicht, um Gottes Wille, so könnte ich nie sein. Dazu ist mein Herz viel zu groß. Aber manchmal vergesse ich mich selber komplett und das ist nicht okay. Ich möchte einfach mehr auf mich Acht geben, mehr für mich tun, netter zu mir selbst sein. Ich habe vor, den Fokus auf meine Zukunft zu legen und lernen mich so zu akzeptieren, wie ich bin - daran hapert es schon immer. 17 ist für viele keine schöne Zahl, aber wenn ich sie sehe, werde ich ganz aufgeregt. Ich habe richtig Lust darauf hier und da neu anzufangen, auszusortieren und mein Leben so zu gestalten, dass ich mich bei allem und besonders mir selbst pudelwohl fühle.




2016 war ein gutes Jahr, in dem viel passiert ist und ich viel über mich und das Leben gelernt habe. Nicht alles war schön, vieles hat weh getan und mich Unmengen an Überwindung gekostet. Ich denke dabei nur an den Moment, als ich am 4. September durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen gegangen bin und am liebsten umgedreht und zurück in die Arme meiner Eltern gerannt wäre. Aber jetzt bin ich hier in England und, wenn ich das denn sagen darf, sehr stolz. Ich schlage mich recht gut! Durch die Vollzeitarbeit ist das Reisen bis jetzt zwar sehr kurz gekommen, aber ich sehe das Positive darin: einen Einblick in ein reales, hartes Arbeitsleben. Dazu bin ich erst 19. Ich habe noch so viel Zeit die Welt zu entdecken und allein macht das sowieso nur halb so viel Spaß, wie mit guter Gesellschaft.

Ich hoffe, ihr blickt auf euer 2016 zurück und seht schöne Erinnerungen, lehrreiche Ereignisse und viele Dinge, die euch stolz machen. Rutscht gut in das neue Jahr und macht das Beste aus ihm!

Damit endet mein letzter Post für 2016,
 eure Nina :)


Ps. Ein riesiges Dankeschön geht mal wieder an Maria! Nicht nur für die tolle fotografische Unterstützung, sondern für alles. Es fühlt sich so an, als würden wir uns 4 Jahre, anstelle von 4 Monaten kennen. Wir ähneln uns bei so vielen Dingen und sind auf genau dem gleichen Verrücktheits-Level. Endlich habe ich jemanden gefunden, der gemeinsam mit mir die Lieder aus Les Misérables lauthals mitsingt.

Also liebe Maria, danke.
Danke fürs Zuhören während der Arbeit, nach der Arbeit und immer, wenn mein Kopf mich mal wieder in den Wahnsinn treibt.
Danke, dass ich dir 10 Nachrichten auf Whatsapp schreiben kann, ohne dass du dich beschwerst.
Danke für die Criminal Minds-Abenden, nach denen wir beide immer da sitzen "Okay, THAT was intense...nur noch eine Folge!".
Danke für die unglaublich perfekten Weihnachtsgeschenke, die alle meinen Namen geschrien haben.
Danke für all die Insider und witzigen Sprüche, welche mein kleines Notizbuch in den letzten Monat gefüllt haben.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich ohne dich, schon lange wieder zu Hause sitzen würde.
CRAZY PEOPLE but...no problem, Maria! ;)

Mittwoch, 28. Dezember 2016

27. Everything Everything by Nicola Yoon

Meine Lieben, ich hoffe,
ihr hattet alle wunderschöne Weihnachten!

Auch wenn es sich sehr falsch angefühlt hat, während der Feiertage nicht zu Hause und ohne die Familie zu sein, hatte ich trotzdem eine tolle Zeit. Maria und ich waren am 24. nach der Arbeit noch die letzten Sachen besorgen, haben ganz entspannt gekocht, Geschenke überreicht und dann den Rest des Abends mit Film schauen verbracht. Das Heimweh war natürlich trotzdem da, keine Frage, aber facetime hat geholfen. Ich bin für die technischen Möglichkeiten heutzutage wirklich mehr als dankbar...und dass ich Maria hier bei mir habe.

Seit einer Woche ist das Internet bei uns im Staff House eine kleine [böses englisches Schimpfwort mit b] und deswegen hat der Post so lange auf sich warten lassen. Ich bin schon Tage auf Serien-Entzug, die Netflix-Seite lädt nicht mal. First World Problem, ich weiß, aber ich würde dann doch gerne langsam mal die letzte Folge des Gilmore Girls Revivals schauen wollen.
Allerdings bin ich durch das fehlende wifi (und zahlreichen Nachmittagsschichten ohne Kundschaft) wieder mehr zum Lesen gekommen. Dank Abitur und Co. war 2016 nicht das Jahr der Romane, welch Schmach! Gut, dass ich in meinen 4 Monaten hier, bereits fünf gelesen habe. Bücher sind das Größte, aber sich von einer Serie berieseln zu lassen, ist nach einem anstrengenden Arbeits- oder Schultag dann doch etwas "einfacher".

Genug um den heißen Brei herum geredet - heute gibt es mal wieder eine kleine Buchreview!


Everything Everything von Nicola Yoon habe ich mir noch für den kindle gekauft, bevor ich nicht weiter widerstehen konnte und mal wieder nach echten Bücher gegriffen habe. Das Waterstones in Oxford hat vier Stockwerke, ich meine HALLO?
Auch dieses gehört zum Buchclub von Zoella und sie bewies damit erneut ihre skills, wenn es um gute Bücher geht.

Die Protagonistin Maddy hat eine sehr seltene Krankheit. Sie ist mehr oder weniger allergisch auf die Welt. Von kleinauf lebt sie isoliert in ihrem Zimmer, da die Außenwelt für sie den Tod bedeuten würde. Ihre Mutter und ihre Krankenschwester Carla sind die einzigen Menschen, zu denen sie Kontakt hat. Dies soll sich allerdings ändern, als eine neue Familie in das Nachbarhaus zieht. Ein Blick aus ihrem Fenster auf das Geschehen nebenan und ihrer trifft sich mit dem von Olly...und es ist um Maddy geschehen.


Wer The Fault In Our Starsif i stay und/oder Eleanor & Park gelesen hat, sollte auf jeden Fall mal einen Blick in dieses Buch werfen. Aber keine Angst, es ist nicht so zerstörersich, wie die Geschichte von Gus und Hazel (Ich weine immer noch, wie sieht es bei euch aus?).  Allerdings gibt es auch hier einen plot twist, der mich sehr mitgenommen hat, auch wenn er nicht so krass ist, wie der in we were liars. Das lag einfach daran, dass man kurz davor schon langsam eine Ahnung bekommt. Die Bestätigung mindert jedoch nicht den Schock und die Bedeutung des Geschehens. [Das Buch soll übrigens auch verfilmt werden. Ich bin mal gespannt, wie die Besetzung ausschauen wird.]


"Maybe we can't predict the future, but we can predict some things. For example, I am certainly going to fall in love with Olly. It's almost certainly going to be disaster."




So, ich mache mich jetzt auf nach Oxford, um meine Familie abzuholen. Ja, ihr lest richtig. Meine Eltern und mein Bruder sind über Silvester hier und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir beim Tippen nicht gerade die Tränen kommen. Mein Boss hat mir sogar alle Tage frei gegeben!

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag,
 eure Nina :)

Montag, 19. Dezember 2016

26. Old Friends & Oxford

Die Zeit, sie rennt. Nein. Sie rast gerade zu.
Es ist schon wieder Montag. Der vierte Advent war gestern und am Samstag ist Heiligabend.
In nicht mal zehn Tagen kommt meine Familie zu Besuch und heute in genau drei Monaten geht es zurück nach Hause. Wow!
Heute vor einem Jahr war ich außerdem das allererste Mal in Großbritannien - in London, um genau zu sein. Nach zwei Jahren konnte ich mich endlich mit meiner britischen Freundin treffen (I miss you so much, Lu!) und habe mich nebenbei noch in diese wunderschöne Stadt verliebt.


Auch nach drei Monaten Hotelarbeit wird es nie langweilig. Letztens hat ein Pärchen bei uns eingecheckt, welches 2 Uhr nachts die Scheibe der Hintertür zerdebbert hat, da diese zugeschlossen war. Es musste dann eben ein anderer Weg gefunden werden, ins Hotel zu kommen. Ich meine, wenn man beim Check-In richtig zugehört hätte, hätte man gewusst, dass die Rezeption um 22 Uhr schließt und deswegen alle Gäste, deren Zimmer sich im Hauptgebäude befinden, zwei Schlüssel bekommen - einen für das Zimmer und einen für die Hintertür - damit sie nach zehn wieder ins Hotel kommen. Aber natürlich war das trotzdem alles meine Schuld! Was ist nur los mit manchen Leuten?

Sonst ist allerdings nichts Aufregendes in der letzten Zeit passiert! Durch die viele Arbeit habe ich immer eine recht volle und routinierte Woche und die Zeit vergeht wie im Flug. Bournemouth kommt mir zum Beispiel schon so weit weg vor. Wie gut, dass ich mich letzte Woche mit meinen zwei ehemaligen Mitbewohnerinnen in Oxford treffen konnte. So wurde das feeling aus meinen ersten zwei Wochen England wieder etwas zurück gebracht. Außerdem war das DIE Gelegenheit den Weihnachtsmarkt dort zu besuchen. Ich hatte mal wieder meine Kamera dabei und habe ein kleines Video für euch zusammen geschnitten.

Viel Spaß beim Anschauen!


Ich gebe zu, Weihnachten ohne Familie wird wohl doch um Einiges schwerer, als ich es mir schon gedacht hatte. Da fehlt einfach etwas. Etwas Wichtiges. Etwas, das Weihnachten wirklich zu der schönen Zeit macht, die ich so liebe. Es ist wirklich ein innerer Kampf für mich, nicht bei jeder Weihnachtswerbung im TV, in der es um zu Hause und Familie geht, anzufangen zu weinen. Aber Maria und ich werden uns auch eine tolle Zeit zusammen machen. Ich bin wirklich so froh, dass wir einander haben!

Vermutlich werde ich während der Weihnachtstage nicht nochmal posten, deswegen wünsche ich euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und tolle Feiertage! Genießt das Essen und die Zeit mit euren Liebsten!

Danke, an jeden, der meinen Blog liest und/oder meine Videos schaut. Das bedeutet mir wirklich viel! Es freut mich auch immer so sehr, wenn sich jemand die Zeit dazu nimmt, einen Kommentar zu verfassen!

Merry Christmas,
 eure Nina ♥

Samstag, 10. Dezember 2016

25. Diese Auswahl!

Ach Leute, ihr glaubt gar nicht, was ich für einen anstrengenden Vormittag hatte.
Heute war ich als Einzige für die Frühschicht eingeteilt und musste demnach im Alleingang die Zimmer putzen. Es waren zwar nur vier, aber versucht mal alleine ein King Size Bett zu beziehen und mit nur zwei Armen Staubsager, Eimer & Mob, Nachfüllkorb für die Minibar, Putzutensilien, Tablett mit neuen Tassen, Untertassen und Löffeln und Müllsack von A nach B zu transportieren. Dann hat es auch noch geregnet, was nicht sehr vorteilhaft war, da ein Großteil der Zimmer draußen ist. Spaß pur, sag ich euch!
Kommen wir aber nun zu einem Thema, über welches ich schon seit Langem auf meinem Blog schreiben will, da es eines meiner liebsten Gesprächsgegenstände ist:
Make-Up!

Wenn es Eines gibt, von dem ich viel zu viel besitze, dann ist es wohl Schminke. Es macht mir einfach Spaß die vielen verschiedenen Produkte in all ihren Farben und ihrer Herrlichkeit auszuprobieren. Ich laufe auch liebend gern ungeschminkt herum. Hier in England bin ich es eh so gut wie immer, außer ich fahre an meinem freien Tag irgendwohin. Für das Housekeeping brauch ich keine Wimperntusche! Meine Haut mag nicht die Beste sein, aber das ist alles menschlich und nichts, was man verstecken muss. Auch wenn uns das die Gesellschaft und Make-Up Werbungen übermitteln wollen.


Einer der vielen Gründe, warum ich mich so auf England gefreut habe, waren die Drogerien. Manche von euch fassen sich jetzt vielleicht an die Stirn, aber ich weiß, dass Andere sicher auch gerne einen Boots oder superdrug im nächsten Stadtzentrum hätten. (Wo sind meine Schmink-Verrückten? Ich will eure Hände sehen!)
Natürlich ist das alles andere als gut für meinen Geldbeutel, aber ich arbeite mir hier jede Woche über 50 Stunden den Hintern ab. Da kann man sich doch dann und wann schon mal mit einem neuen Lippenstift belohnen. Am I right, ladies and gents?


Und ihr werdet sehen - dafür, dass ich schon über drei Monate hier bin, ist es gar nicht so viel.
Also für die Vorfreude und meine Verhältnisse.


Sonntag, 4. Dezember 2016

24. we were liars by e. lockhart


'E. Lockhart is one of our most important novelists, and she has given us her best book yet. Thrilling, beautiful, and blisteringly smart, We Were Liars is utterly unforgettable.' 

- John Green, #1 New York Times bestselling author of The Fault in Our Stars



Diese Rezension ist wirklich überfällig, da ich das Buch schon vor mehr als einem Monat gelesen oder eher verschlungen habe. Allerdings empfand ich die Updates über mein Englandabenteuer als wichtiger und da es mir hier oft an Zeit (und in den letzten Tagen auch an Internet) fehlte, hatten diese eben Priorität. Aber nun kann ich euch ENDLICH von diesem unglaublich guten Buch erzählen!

Heute bin ich übrigens genau drei Monate in England. Wow, wie schnell die Zeit vergeht! Noch drei weitere und zwei Wochen und dann geht es wieder heim. Ich freue mich schon. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es, hier in England zu sein, aber die Routine und das fehlende Privatleben fangen an mir etwas auf den Keks zu gehen. Aber so ist das eben in der Arbeitswelt und vor allem wenn man Vollzeit in einem Hotel angestellt ist, das mit einem selbst nur drei Angestellte und einen Koch hat. Genug gejammert, weiter geht es mit dem Buch!


Die Sinclair Familie.
Alle sind blond. Keiner murrt oder meckert. Alle scheinen perfekt.
Probleme existieren nicht. Auch wenn es welche gibt, sind sie nicht da.

Jedes Jahr verbringen die Sinclairs den Sommer auf ihrer Privatinsel. Alles ändert sich jedoch, als der jungen Cadence Sinclair etwas zustößt, an das sie sich nicht mehr erinnern kann. Zwei Jahre nach dem Geschehen kehrt sie für die Ferien wieder auf die Insel zurück. Die vier "Liars" - Cadence, ihre Cousine Mirren, ihr Cousin Johnny und dessen Kumpel Gat - versuchen gemeinsam ihre Erinnerung zurück zu bringen, was Erschreckendes ans Licht bringt.

Der plot twist zum Ende hin ist so unglaublich krass. Dieses Wort klingt sehr derb, aber es passt einfach am Besten. Als ich das Buch zu Ende gelesen habe, hatte ich Mittagsschicht und saß deswegen zum Lunch im Hotel. Glücklicherweise war niemand da, weil ich sonst einerseits nicht in Ruhe hätte essen können und andererseits mein lautes "WAS?" sicherlich für Verwunderung gesorgt hätte. Aber ich konnte es nicht kontrollieren. Die Wendung der Geschichte kam einfach so überraschend und war gleichzeitig unglaublich schockierend, dass ich einfach nicht an mich halten konnte.


Falls irgendjemand von euch es schon gelesen hat: Bitte, sag mir bescheid, damit ich jemanden habe, mit dem ich mich über alles austauschen kann...ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Und für alle Andere habe ich das Buch nun hoffentlich schmackhaft gemacht. RAN DA!

Einen schönen 2. Advent,
 eure Nina :)

Ps. Ich bin durch die Youtuberin Zoella auf dieses Buch gestoßen, da sie mit WHSmith einen Buchclub hat und monatlich Bücher vorstellt. Bis jetzt habe ich zwei ihrer Empfehlungen gelesen und bereits ein paar aus der November-Auswahl gekauft. Sie hat wirklich eine Gabe dafür, gute Bücher auszusuchen!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

23. Die schönste Zeit

Endlich.
Das Warten ist
nun vorbei. Das Beste
am endenden Jahr hat begonnen.
Der Dezember ist da. Die Weihnachtszeit
beginnt. Jetzt kann ich Weihnachtsmusik hören,
ohne schief angeschaut zu werden. Auch wenn das bei
meinem enthusiastischen Mitgesinge, vermutlich trottdem
der Fall sein wird. Und dazu läuft sie bei mir schon seit Oktober
und ich höre sie generell immer, wenn ich eine Aufmunterung brauche,
Jedem das
Seine, oder?


Ich liebe Weihnachten. Alles ist so wunderschön geschmückt, funkelt und leuchtet. Die Musik macht mich total glücklich. Es gibt leckeres Essen bis zum Abwinken und Weihnachtsmärkte. Besonders die heimeliche Stimmung macht diese Zeit zu meiner Liebsten im Jahr. Dazu habe ich unglaublich viel Spaß daran Geschenke zu kaufen, zu verpacken und sie an meine Liebsten zu überreichen. Ich versuche immer alles in meiner Macht Stehende zu tun, um für jeden die perfekte Sache zu finden. Aber leider verdienen meine Familie und Freunde die Welt. Vor allem dieses Jahr, durch die hohen Versandkosten, wird sich das vermutlich noch komplizierter gestalten.

Allgemein wird es anders. Weihnachten ohne Familie. Ugh. Auch wenn ich der Freak vom Dienst bin, wenn es um Jingle Bells und Plätzchen backen geht, kann ich nicht zu vollen hundert Prozent aufgehen. Weihnachtszeit ist Familienzeit. Aber es ist auch schön, eine neue Erfahrung zu machen. Und immerhin bin ich in England und das muntert mich jedes Mal auf, wenn ich etwas Heimweh bekomme.

Und was macht Weihnachten noch zur besten Zeit des Jahres?
Richtig, die Vorfreude darauf, jeden Morgen ein neues Türchen im Adventskalender öffnen zu können.

Montag, 28. November 2016

22. Lewis & London

Was soll ich sagen? Mich hat es mal wieder nach London verschlagen!
(Der Reim war unbeabsichtigt, aber ich nehme, was ich kriegen kann.)


Mein Musikgeschmack variiert sehr stark.
Auf meinem Handy findet man Künstler und Gruppen aus vielen verschiedenen Genres. Allerdings gehört mein Herz vor allem den Singer-songwritern. Musik mit aussagekräftigen Texten ist einfach mein Favourit.
Durch eine Freundin von twitter bin ich auf Lewis Watson aufmerksam geworden. Das Cover seines ersten Albums erschien hier und da auf meiner timeline. Es traf optisch schon mal genau meinen Geschmack. In seinen tweets und Videos wirkte Lewis außerdem super sympathisch. Nicht zu vergessen ist der britische Akzent und das, ihr Lieben, ist meine allergrößte Schwäche.
Nachdem ich mir ein paar seiner Songs angehört hatte, war es um mich geschehen. Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen in sein Album "The Morning" mal reinzuhören. Wer mein Bastille & Bournemouth Video geschaut hat, der hat das sogar schon getan und wird vermutlich eins der Lieder gleich wiedererkennen.

Lewis Watson ist ein wirklich talentierter Singer-songwriter mit toller Stimme, wunderschönen Texten und ein Newcomer, der jegliche Unterstützung verdient. Und genau das war meine Mission am Freitag!

Dienstag, 22. November 2016

21. Fragen über Fragen!

In der letzten Woche hat es der Dienstplan nicht besonders gut mit mir gemeint!

Zu Beginn war alles noch ganz entspannt. Am Montag hatte ich frei und bin, wie angekündigt, nach Oxford gefahren. Die Vorbereitungen für Weihnachten laufen dort in den Geschäften schon auf Hochtouren, was mein Herz gleich hat höher schlagen lassen. Bereits jetzt habe ich super viele Ideen für Geschenke. Es wird einem hier sehr einfach gemacht, etwas Passendes für die Liebsten zu finden.
Dienstag musste ich erst ab 14 Uhr arbeiten.
Allerdings ging der Spaß dann so richtig los!
Durch eine kleine Planänderung durfte ich von Mittwoch bis Samstag immer ab 7 Uhr bis 14 Uhr arbeiten und an drei Tagen davon, abends von 18 bis 22 Uhr. Was ist Schlaf? Natürlich hatte ich am Samstag als krönenden Abschluss noch die Crème de la Crème der unhöflichen Gäste.
Immer schön lächeln und winken, meine Lieben!
Zum Glück musste ich am Sonntag erst um 10 erscheinen. Da wir an diesem Tag wirklich selten Gäste haben, schließt unser Boss das Hotel meistens gegen 14 Uhr und wir haben den Rest des Tages frei - der Vorteil des Familienbetriebs.
So viel als kleines Update!



Kommen wir zum eigentlichen Thema des Posts:
Sowohl vor als auch während meines Aufenthalts in England wurde mir die ein oder andere Frage in verschiedensten Ausführungen gestellt. Auch wenn ich diese oft direkt beantwortet habe, bin ich dadurch auf die Idee gekommen ein kleines Frage & Antwort oder besser bekannt als Q&A (Question & Answer) zu machen. Um euch nicht mit einem eeewig langen Text zu langweilen, dachte ich mir, das ganze als ein klassisches Q&A-Video zu gestalten.
Ich bin eine kleine Labertasche, deswegen hat das Bearbeiten auch dementsprechend lang gedauert. Es war ungefähr so, wie der Versuch ein gutes Selfie hinzubekommen: man macht 100 Fotos und fünf sehen dann gut aus. Ich habe bestimmt 45 Minuten erzählt und nur 18 davon sind kein sinnloses Gebrabbel.

Hoffentlich gefällt es euch!




See you,
 Nina

Ps. Meine Latte Macchiatos kann man übrigens mittlerweile als solche bezeichnen. Ich bekomme sogar einen richtigen Farbverlauf hin! GO ME!!!

Sonntag, 13. November 2016

20. Kultur pur!

Vor einem Jahr hätte ich jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, dass Oxford mal eine Stadt für mich werden würde, die ich so gut wie jede Woche besuchen kann. Ich meine, selbst die Tatsache, dass ich in Großbritannien bin, fühlt sich trotz allem manchmal noch völlig absurd an.
Doch ich bin hier. Schon über zwei Monate.
Wer hätte das gedacht? Ich nicht, wenn ich ganz ehrlich bin.
Neues und Risiko sind im Normalfall nicht meins, aber ich bin so froh, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin. Meine liebe Freundin J hat mir damals den fehlenden Tritt in den Hintern gegeben und dafür bin ich ihr so dankbar. Ich hätte es sonst wirklich bereut!


In meinem ersten Post über Oxford habe ich euch bereits von den vielen schönen, alten Gebäuden berichtet, die ich mir damals leider nur von außen anschauen konnte. Seitdem sind jedoch schon viele Wochen vergangen und mit ihnen weitere Ausflüge. Natürlich habe ich es mir mit mehr Zeit nicht nehmen lassen, eins, zwei Sachen von innen anzusehen. Ja, kulturell war ich bis jetzt noch nicht besonders aktiv. Der Post-Titel sollte vielleicht mit einem sarkastischen Unterton gelesen werden. Schuld daran sind einfach die großen Drogeriemärkte und Läden, die das Mädchen in mir magisch anziehen. Ich kann nichts dafür!

...aber zum Glück ist der kultur-interessierte Touri in mir trotzdem zum Vorschein gekommen.

Mittwoch, 9. November 2016

19. milk and honey by rupi kaur


"this is the journey of
surviving through poetry
this is the blood sweat tears
of twenty-one years
this is my heart
in your hands
this is
the hurting
the loving
the breaking
the healing"

- rupi kaur



Dieses Buch...ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Bevor ich es zu meinem Geburtstag bekommen habe, stand es bestimmt eine halbe Ewigkeit auf meiner imaginären Wunschliste. Mir liegt eher die Epik - merkt ihr vielleicht an meinen längeren Texten - aber von Zeit zu Zeit schreibe ich auch mal den ein oder anderen Vers oder ein Gedicht. Dazu liebe ich es auf instagram oder tumblr durch Profile zu scrollen, die diese kleinen, weisen Sprüchlein posten. Mein Handy ist voller Screenshots. Durch diese social medias bin ich letztendlich auch auf dieses Buch gestoßen, da es genau meinen Geschmack triftt.

milk and honey wurde im November 2014 veröffentlicht und beschäftigt sich mit Liebe, Verlust, Trauma, Heilung und Feminität. In vier Abschnitten - the hurting, the loving, the breaking, the healing - schreibt die Autorin zwar einfach, aber sehr ehrlich und wunderschön über Erfahrungen, die so gut wie jede junge Frau macht. Mit Hilfe eigener kleiner Illustrationen werden ihre Worte verstärkt. Das Buch mag vielleicht kein aufwendiges Cover haben und fällt an sich sehr schlicht aus, doch das, was darin steht, ist aussagekräftig genug.



Rupi Kaur hat bereits in ihrer Kindheit gezeichnet und später ihre Liebe zum Schreiben von Gedichten entdeckt. Ihre Leidenschaft ist es, sich auszudrücken und durch ihre Kunst und ihre Worte tut sie genau das. Sie ist wirklich eine unglaublich interessante junge Frau. Wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, besucht ihre Internetseite.

Auch wenn es nur in der Originalsprache erhältlich ist, kann ich wirklich jedem empfehlen, mal einen Blick in dieses Meisterwerk zu werfen. Es hat mir persönlich in einem sehr schwierigen Moment beigestanden und dadurch nun einen besonders großen Platz in meinem Herz für Bücher bekommen. Und sollte einer von euch nicht genug Geld haben, um sich das gute Stück kaufen zu können, ich besitze zwei Ausgaben!

Frohes Lesen,
 eure Nina

Freitag, 4. November 2016

18. Bastille & Bournemouth

Letzten Freitag ging es für mich zurück nach Bournemouth. Allerdings nicht für lang. Grund für meinen Besuch: ein Konzert von Bastille! Eine Band, die sicher einige von euch kennen (Wenn nicht, unbedingt mal reinhören!) und welche ich erst letztes Jahr auf dem Lollapalooza in Berlin, wirklich zu schätzen und lieben gelernt habe. Die meiste meiner freien Zeit habe ich zwar in Bussen verbracht, aber es hat sich definitiv gelohnt...schon allein wegen der kleinen Auszeit vom Hotel.

Eigentlich hatte ich mich schon mit dem Gedanken abgefunden, auf keinerlei Konzerte oder Ähnliches während meines Englandaufenthalts gehen zu können. Viele Künstler und Bands, die ich mag, sind diesen Herbst auf Tour. Natürlich nicht nur in Deutschland, aber ich hatte befürchtete, dass ich nicht so schnell von A nach B aus dem kleinen Village kommen würde, in dem das Hotel steht.
Zu dem Bastille Konzert wollte ich sofort, nachdem ich herausgefunden hatte, dass sie in Bournemouth spielen würden. Als dann die E-Mail kam, dass ich für meinen Job woanders hinziehen muss, war die Enttäuschung durchaus groß. Aber es kommt eben immer anders als gedacht!


Durch meine Mitbewohnerinnen habe ich A damals in Bournemouth kennen gelernt und sie erzählte mir von ihren Tickets, nachdem ich mich während einer Pub Night über meinen Frust geäußert hatte. Lieb, wie sie nun einmal ist, hat sie mich gefragt, ob ich mit ihr hingehen möchte, weil ihre ursprüngliche Begleitung doch nicht mitkommen konnte. Allerdings musste ich erstmal mit einem "vielleicht" antworten, auch wenn alles in mir JA! gerufen hat. Doch ich wollte weder ihr noch mir falsche Hoffnungen machen. Ich konnte ohne Dienstplan natürlich nicht sofort zusagen.
Zwei Wochen vor dem Konzert ist sie noch einmal auf ihr Angebot zurück gekommen und zu der Zeit wusste ich dann auch über Bus- und Zugverbindungen besser bescheid. Es lag nun nur noch daran, ob ich frei bekommen würde oder nicht. Im Normalfall gibt es immer einen freien Tag pro Woche und deswegen habe ich einfach meinen Boss gefragt, ob er den auf Freitag legen könnte und ob ich für die Rückreise am Samstag nicht zur Frühschicht kommen bräuchte. Und siehe da, alles hat geklappt!


Meine Anreise verlief gut, außer dass ich später in Bournemouth ankam, als gedacht und wir erst nach dem Öffnen der Türen an der Konzerthalle waren. Wenn man Stehplätze im Innenraum hat, ist das nicht die beste Voraussetzung für eine tolle Sicht! Überraschenderweise war es trotz unserer unpünktlichen Ankunft noch sehr leer vor der Bühne und so konnten wir einen guten Platz ergattern. Das Konzert war so fantastisch wie erwartet und wir hatten eine tolle Zeit. Dan, der Leadsänger, ist so unglaublich gut live. Ich kann wirklich jedem empfehlen mal zu einer Bastille Show zu gehen!
Nach dem Konzert haben wir noch ganz stalker-like mit Anderen am Hintereingang gewartet, aber ohne Erfolg. Ich habe NIE Glück bei sowas. Also standen wir fast drei Stunden draußen in der Kälte und natürlich sind sie woanders rausgekommen und natürlich auch erst nachdem wir das Warten schon aufgegeben hatten. Na ja, eines Tages!

Ich war so frei und habe ein kleines Video über meinen Ausflug zusammen gebastelt und hoffe, es gefällt euch!  Leider konnte ich nicht meine ursprüngliche Bearbeitung verwenden, da es durch eines der Lieder im Hintergrund in Deutschland gesperrt gewesen wäre. Es ist eine Schande, dass ich sie euch vorenthalten muss!

Nichtsdestotrotz - viel Spaß beim Anschauen!


liebste Grüße,
 Nina :)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

17. Wer ist diese Nina?

Hach, wenn ich an die nächste Zeit denke, wird mir ganz schwindelig! Wir haben vor drei Wochen, nachdem Y, F und auch K gefahren sind, eine neue Mitarbeiterin bekommen. Sie ist aus Spanien und außer "Thank you!" war am Anfang nicht viel mehr an Englisch drin. Mittlerweile läuft die Kommunikation aber nicht mehr nur ausschließlich über Google Übersetzer. Leider fährt sie am Samstag schon wieder und das neue Mädchen kommt erst im November. So, wie es momentan aussieht, werden Maria und ich die nächste Woche also nur zu zweit sein. Natürlich checken am Montag dann direkt 17 Leute ein und wir können am Dienstag dementsprechend viele Zimmer putzen. Spaß vorprogrammiert!

Okay, genug herumgeheult! Im heutigen Post habe ich ein paar Fakten über mich und meine Person für euch. Wenn ich einen Blog lese, finde ich es immer ganz schön, etwas mehr über den Autoren zu erfahren.


Seid bereit für die Wahrheit und nichts als die Wahrheit! *Drama aus*

Donnerstag, 20. Oktober 2016

16. Geschichten aus dem "Worst Western"

"Autos sind einfach. Für Menschen braucht man eine Gebrauchsanleitung!" - Eine Für Vier

Im Hotelbusiness (ich sage das jetzt mal so, als hätte ich total Ahnung) hat man, ob man es möchte oder nicht, jeden Tag mit Menschen zu tun. Vor allem bei uns, weil wir nicht nur für die Zimmer zuständig sind. Nach einem Monat kann ich zwar nicht sagen, dass ich alles gesehen habe, aber definitiv schon einiges.

Es gibt ein paar Gäste, die zwei- oder dreimal Mal die Woche zum Essen kommen oder wegen der Arbeit ein paar Nächte bleiben. Ansonsten sehe ich jeden Tag aufs Neue fremde Gesichter. In den ersten zwei Wochen lief Gäste-technisch so gut wie alles rund. Der Anfang wurde mir leicht gemacht.


Allerdings gibt es überall Idioten.
Davon wird man auch in Großbritannien nicht verschont.
Obwohl Höflichkeit hier das A und O ist.

Samstag, 15. Oktober 2016

15. Where I Belong

Es fühlt sich wirklich an, als hätte ich vor Ewigkeiten das letzte Mal etwas gepostet. Vermutlich liegt es daran, dass es so ist. Leider hatten mir Arbeit und ein paar persönliche Dinge sämtliche Motivation zum Schreiben genommen. Dazu ist außerdem in der letzten Zeit nichts Aufregendes passiert. Ich wollte euch keinen 0815-Post hinklatschen, der nur halbherzig geschrieben wurde. Als kleine Entschädigung gibt es heute ein Video!

Am Donnerstag bin ich 19 geworden und als nachträgliches Geburtstagsgeschenk an mich selbst, ging es gestern nach London. Per Zug ist man innerhalb nur einer Stunde da. Ich habe mir eine Day Travelcard gekauft und mit der kam ich von Bicester nach London, wieder zurück und konnte in London alle öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Für gerade mal 29,30 Pfund!


Sofort als ich den Underground in London Marylebone betreten habe, wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich einfach in diese Stadt gehöre. In keiner Anderen überkommt mich so ein Glücksgefühl wie dort! Ich kann euch nicht erklären wieso, es ist einfach so. Seit ich letztes Jahr um die Weihnachtszeit da war, habe ich mir kaum etwas Sehnlicheres gewünscht, als wieder durch meine Lieblingsstadt laufen zu können. Wenn ich im März nach Hause fahre, werde ich alles dafür tun um   zurück zu kommen. Ich habe bereits begonnen mich nach Universitäten und Studiengängen umzuschauen. Der Gedanke an ein Leben in London lässt mein Herz direkt höher schlagen. My place to be!


Das Highlight des Ausflugs war mein Treffen mit I. Es hat sich relativ spontan ergeben. Sie studiert momentan in London und ich habe sie vor gut 3 Jahren auf twitter kennen gelernt. Da war es wohl mehr als höchste Zeit, dass wir uns mal in Person sehen. Internetfreunde zu treffen ist wirklich eine der schönsten Sachen auf dieser Welt. Wir haben zusammen zu Mittag gegessen, viel geredet und sind durch die Straßen und Läden geschlendert.


Ich hatte wirklich einen unglaublichen Tag! :)
 liebe Grüße Nina

Ps. Wie cool ist es bitte, dass ich das Buch meiner Lieblings-Youtuberin in einem Laden kaufen konnte und nicht bei amazon bestellen musste?! Die kleinen Freuden des Lebens!

Mittwoch, 5. Oktober 2016

14. Minus Dreißig

Schnappt euch eine Tasse Tee oder Kaffee, einen Snack dazu und macht es euch gemütlich. Das wird eine etwas längere Lektüre!

Seit gestern ist es einen Monat her, dass ich mich mit Sack und Pack und einem Kloß im Hals auf mein Abenteuer begeben habe. Ich bin in vier Wochen vielen Menschen begegnet, wurde täglich mit neuen Aufgaben konfrontiert und habe bereits Einiges über mich selbst herausgefunden.

Die ersten zwei Wochen in Bournemouth betrachte ich im Rückblick nun wirklich als Urlaub. Freizeit, Freunde, Party und die drei Stunden Schule pro Tag haben so Spaß gemacht. In Bicester ist alles anders. Auch hier habe ich Freizeit, Freunde und die Möglichkeit abends weg zu gehen, aber es ist definitiv anders.


Sonntag, 2. Oktober 2016

13. Winter Is Coming

Tut mir leid, aber in diesem Post geht es nicht um Game Of Thrones. Dieser bekannte Satz aus einer meiner Lieblingsserien hat sich aber einfach angeboten. Am Freitag ist nämlich ein Paket bei mir angekommen, welches mit Wintersachen und anderen tollen Sachen gefüllt war.

Da ich bei meiner Anreise auf ein Gepäckstück von maximal 23kg beschränkt war, haben es Winterjacke, Schal, Mütze und Pullover (Ganz wichtig: meine Weihnachtspullover!) nicht mehr in den Koffer geschafft. Aus diesem Grund haben mir meine Eltern alles nachgeschickt, damit ich hier nicht erfriere.


Am meisten habe ich mich allerdings über die essbaren Überraschungen gefreut. BROT - ihr wisst ja gar nicht wie sehr man Brot vermissen kann. Es gibt nur Toast und Gebäck, das unter "bread" verkauft wird, aber es ist nicht dasselbe...ES IST EINFACH NICHT DASSELBE! Und nein, ich übertreibe nicht! Außerdem waren noch Halloren Kugeln dabei...aber eine Packung habe ich schon geleert.


Ihr glaubt gar nicht wie viel Angst ich hatte, dass das Paket vielleicht irgendwie abhanden kommt. Nicht nur, wegen des Essens, sondern auch der Tatsache, das dann sämtliche Lieblingspullover weg gewesen wären. Aber zum Glück ist alles unbeschadet angekommen und hat mir wirklich die Woche versüßt. Vor allem habe ich nicht damit gerechnet, dass es schon nach zwei Tagen ankommen würde!

Chiers, Nina

Mittwoch, 28. September 2016

12. Oxford, die Erste

Am Montag wurde ich vom frühen Aufstehen verschont und musste erst zur Spätschicht ins Hotel. Das hieß: bis 18 Uhr Freizeit! Meine Kolleginnen/Mitbewohnerinnen M und F hatten an diesem Tag komplett frei und deshalb haben wir beschlossen, einen Ausflug nach Oxford zu machen. Mit dem Bus sind das gerade mal 50 Minuten. Da F während ihres 6-monatigen Aufenthalts schon öfters dort gewesen ist, hat sie uns etwas herum geführt und mein Fazit ist:

Alles ist so alt und ich liebe es!


M & F


Die historischen Gebäude sind wirklich wunderschön und so englisch! Woran das wohl liegen mag? Wer in Oxford auf die Universität geht, hat echt tolle, große Parks, um draußen zu lernen und an sich einfach beeindruckende Schulgebäude.
Leider konnten wir in keines der kostenfreien Museen gehen, weil die montags alle zu haben. Beim nächsten Mal sind sie aber fällig! Nichtsdestotrotz gab es viel zu bestaunen und fotografieren.



An alle Harry Potter Fans: This is your place to be! Man stößt fast an jeder Ecke auf eine Filmkulisse. Mit Scham muss ich leider zugeben, dass ich erst die Filme geschaut habe. Momentan bin ich dabei die Bücher zu lesen und gerade am Ende des vierten Teils.
Es gibt viele Führungen, bei denen die verschiedenen Drehplätzen gezeigt werden. Leider hatten wir nicht so viel Zeit (und Geld), um an einer teilzunehmen. Das steht aber definitiv auch auf meiner To-Do-Liste!


In diesem Gebäude befindet sich der Speisesaal aus HP und die Treppe auf der Professor McGonagall im ersten Teil auf die Neuankömmlinge wartet.
Das Hotel, in dem ich arbeite, mag vielleicht im Nirgendwo sein, aber dank der Bus- und Zugverbindungen bin ich in 50 Minuten in Oxford und (ACHTUNG!) einer knappen dreiviertel Stunde in London. Wenn das nichts ist?!

Bis zum nächsten Mal, Nina

Donnerstag, 22. September 2016

11. Schluss mit lustig

Füße. Beine. Arme. Rücken. AUA!

Meine Zeit in Bournemouth und mein bisheriger Aufenthalt in Bicester haben genau eine Sache gemeinsam: ich habe nette Mitbewohnerinnen. Sonst unterscheiden sie sich von Grund auf!

Die Reise verlief gut und auch mein erster Eindruck vom Hotel war super. Das Haus existiert schon seit dem 13. Jahrhundert und befindet ist in einer ländlichen Gegend. Hier ist es noch englischer als in Bournemouth! Es gibt zwar nur um die 20 Zimmer, aber zurzeit ist alles ausgebucht und glaubt mir, 20 Zimmer sind so viele, wenn man sie sauber machen muss.
Wenn wir schon mal beim Thema "sauber" sind: meine Unterkunft hier ist es NICHT. Jedenfalls sollte man hier keinen deutschen Standard erwarten. Habe ich auch nicht und es ist auch nicht der absolute Horror, aber ich glaube, meine Mama würde erstmal in Ohnmacht fallen, wenn sie das Bad sehen würde. Da ist einfach Teppichboden. Teppich im Badezimmer! Wer tut so etwas?! In welchem Universum macht das Sinn?!
Ich bin, wie erhofft, mit M auf einem Zimmer. Es ist alles sehr spärlich eingerichtet und neben einer Putz-Attacke planen M und ich bereits den Wohnstandard unseres Zimmers etwas zu erhöhen. Wir werden das Angebot des "Poundland"s voll ausschöpfen!


Die anderen Mädels, die hier wohnen und arbeiten, sind wie bereits erwähnt super nett. Eine von ihnen war auch in meiner Klasse an der Sprachschule und ist am Sonntag mit mir her gefahren. Die anderen zwei sind schon länger hier, 6 Monate und 3 Jahre (!). Beide fahren aber in wenigen Wochen nach Hause und ich hab echt keine Ahnung, wie das dann hier funktionieren soll. Untereinander reden wir übrigens nur Englisch, obwohl vier von uns fünf aus Deutschland sind, aber es ist überhaupt nicht merkwürdig. Außer unserer kleinen Gruppe gibt es nur noch den Boss und den Koch. Wir sind damit also die einzigen Angestellten und müssen, außer kochen, wirklich alles machen! Die Arbeit ist echt anstrengend und seit ich hier bin, schlafe ich wie ein Stein.


Hier habt ihr mal einen Tagesablauf von mir, wenn ich zur Früh- (7-14 Uhr) und zur Spätschicht (18-22 Uhr) arbeiten muss:

6.30 Uhr - Aufstehen

7 Uhr - Schichtbeginn: Frühstücksbuffet vorbereiten, Tische kontrollieren, Toiletten putzen, Putzutensilien für die Zimmer vorbereiten

7.30 Uhr - Frühstück beginnt: Bestellungen für das warme Essen aufnehmen, Toast & Essen bringen, Tische sauber halten & neu vorbereiten oder schon mit den Zimmer anfangen

9.30 Uhr - Frühstück endet: aufräumen, Geschirr spülen, Tische vorbereiten selber Frühstücken (Wir können Eier und Co. beim Koch bestellen, sehr geil!)

10.30 Uhr - Zimmer putzen...das ist eine Arbeit, sag ich euch! Mir tun die Arme weh vom Bettenbeziehen, der Rücken vom Bodenputzen im Bad und meine Hände sind total trocken und wund.

14 Uhr - Schichtende, WENN alle Zimmer fertig sind & das Geschirr in der Küche sauber ist

14 - 18 Uhr - Mittagspause (Lunch gibt es vom Koch. Wir können zwischen vielen tollen Gerichten wählen.)

18 Uhr - Schichtbeginnt: Kellnern & wenn alle Gäste gegangen sind, Küche putzen und die Tische für den nächsten Abend vorbereiten

22 Uhr - Schichtende (im Normalfall, manchmal eher oder später)


Natürlich hatte ich am Montag nicht 22 Uhr Schluss, sondern 24 Uhr. Natürlich durfte ich dann am nächsten Tag wieder 6.30 Uhr aufstehen. Natürlich musste an meinem ersten Abend eine riesige Gruppe bei uns essen. Und natürlich hatte ich bis zu diesem Moment noch nie gekellnert.


Das wars' fürs' erste aus Bicester, muss jetzt zur Spätschicht!
See ya, Nina

Sonntag, 18. September 2016

10. Bye Bye Bournemouth

Der Tag ist gekommen. Heute verlasse ich Bournemouth. Der Koffer ist so gut, wie gepackt. In weniger als einer Stunden geht es los!

Die letzten zwei Wochen waren wirklich einmalig. Ich hatte die beste Zeit! Der Großteil bestand zwar aus Sprachschule (die könnt ihr auf dem ersten Bild sehen), aber da ich am Unterricht sehr viel Spaß hatte, ist das alles andere als schlimm gewesen. Neben vieler meiner Mitschüler werde ich besonders meinen Lieblingslehrer P vermissen. Der Mann hat es einfach drauf!
Das Aufstehen, Frühstücken und den Schulweg mit meinen Mitbewohnerinnen, die ich wirklich lieb gewonnen habe, wird mir fehlen. Wir sind in so kurzer Zeit zu einem super eingespielten Team geworden. Da war auch ein 3 km Fußweg erträglich. Von dem waren meine Gelenke in der ersten Woche allerdings nicht so begeistert.
Übrigens fand ich es total komisch und kompliziert für eine Person einzukaufen und zu kochen. Ich glaube, meine Ernährung war nicht die Allerbeste und ich habe das Gefühl, ich hätte nur Nudeln gegessen!


Im Hotel treffe ich M wieder, welche in meiner Klasse war und schon letzte Woche dorthin gefahren ist. Auf sie freue ich mich schon! Ich hoffe, dass ich mir mit ihr ein Zimmer teilen kann. Das würde mir das Leben in einem Doppelzimmer für die nächsten sechs Monate wirklich erleichtern. Ja, ich weiß, wieder so ein First World Problem! Meine Unterkunft hier in Bournemouth ist schon Luxus pur gewesen...


Der Strand und das Meer - oh, diesen Anblick werde ich auch sehr vermissen.
Eins wird mir aber ganz sicher nicht fehlen und zwar die Gewitter hier! Ich weiß nicht, ob es nur an der Lage zum Meer liegt, die Fenster in meinem Zimmer vielleicht zu klapprig sind oder es nur meine Angst vor Gewittern ist, aber hier sind die Unwetter besonders schlimm. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag lag ich bestimmt eine Stunde wach, weil die Blitze trotz Vorhängen mein ganzes Zimmer erhellt haben und die Donner wirklich markerschütternd waren.


Was mache ich jetzt mit meinem Mittwochabend? Da ist immer die wöchentliche Pub Night der Schule. Zu der können sich die Schüler, die wollen, im "The Mary Shelley" treffen. Der Pub ist echt cool, es gibt dort super Cocktails!
Durch den großen Anteil an deutschen Schülern habe ich hier zwar außerhalb des Unterrichts kaum Englisch geredet, aber mir hat es geholfen, dem Heimweh vorzubeugen. Die häufige Verwendung meiner Muttersprache und die Gesellschaft von Gleichsprachigen hat einfach etwas Tröstliche - etwas Bekanntes zwischen all dem Neuen.

Bournemouth kann ich wirklich jedem als Reiseziel empfehlen. Ich werde auf jeden Fall wieder herkommen!

Schönen Sonntag, Nina

Freitag, 16. September 2016

9. Loxwood Girls

Meine Zeit in Bournemouth neigt sich langsam aber sicher dem Ende. Leider, leider! Ich habe viele neue Freunde gefunden, darunter meine beiden Mitbewohnerinnen. Gestern waren wir nach der Schule für eine Weile am Strand und haben uns ein Eis gegönnt. Das Softeis hier, "Whippy" genannt, ist echt gut...und fotogen.


Danach wurde noch die Gegend erkundet und wir haben es uns nicht nehmen lassen, ein paar Fotos zu schießen.
Mein Dank für die Schnappschüsse von mir geht an A!

Montag, 12. September 2016

8. Feiern in England

Das britische Nachtleben - einerseits sehr vorbildlich und andererseits schockierend.
Ich fange mal mit dem "Negativen" an. Gut 90% der englischen Mädchen, die ich gesehen habe, waren so unglaublich leicht bekleidet, dass es mir unangenehm war. In meinem T-Shirt, meinem Rock und meiner Strumpfhose habe ich mich wie eine Nonne gefühlt. Ich meine, ich finde es super, wenn Leute sich wohl in ihrem Körper fühlen und selbstbewusst sind, aber für mich persönlich ist das nicht gerade die beste Art und Weise das zu zeigen. Well, live and let live.
Kommen wir nun zum anderen Geschlecht. Ich wurde wirklich noch nie so krass bedrängt, wie in dem britischen Club, in dem am wir Freitag (oder eher Samstag) waren. Da reicht es auch nicht, wenn man klipp und klar sagt, dass man einen Freund hat und keinerlei Interesse. HILFE!


Was man den Briten aber lassen muss, ist ihre Konsequenz im Bezug auf Ausweis und Zapfenstreich. Hier ist es genauso wie bei uns, dass man vor Betreten eines Clubs den Ausweis zeigen muss. Das gilt aber auch für die Pubs. Auf dem oberen Bild seht ihr einen Mann von der Security in einer gelben Weste. Manchmal geht das Personal in Pubs auch von Tisch zu Tisch und kontrolliert das Alter der Gäste. Man bekommt dann einen "I.D. CHECK"-Stempel auf die Hand. Allerdings muss man hier, wenn man an der Bar etwas bestellt, immer den Ausweis zeigen. Kann sein, dass es das in deutschen Clubs auch gibt, aber in allen, in denen ich bis jetzt war, wurde ich oft nicht mal am Eingang nach meinem Ausweis gefragt.

a great night with great people ♥
Um 3 schließen alle Etablissements und das meine ich auch so. Um 3 geht das Licht an, die Musik aus oder wird durch leise Hintergrundmusik ersetzt und die Security beginnt alle rauszuschicken. Manche finden das vielleicht blöd, aber ich muss sagen, dass ich es unterstütze. Ganz ehrlich, 3 Uhr morgens ist doch völlig ausreichend und Grenzen setzen ist in meinen Augen auch nichts Schlimmes.

Ich hatte wirklich eine super Zeit und habe sie sehr genossen, denn ich glaube nicht, dass ich während meiner Zeit im Hotel groß zum Feiern kommen werde.

Bis demnächst, Nina

Samstag, 10. September 2016

7. Nur zwei Wochen


Wenn ich daran denke, dass ich am 18.09. weiterreise, werde ich schon etwas traurig. Am liebsten würde ich hier für den Rest meiner Zeit in England bleiben, schon allein weil meine Unterkunft so großartig ist! Es ist einfach wunderschön in Bournemouth.

Aber seht selbst...

Mittwoch, 7. September 2016

6. Back To School

Ich kann kaum glauben, dass ich das schreibe, aber hier macht mir Schule echt Spaß. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich alles um meine Lieblingssprache dreht und die Lehrer so einen tollen Akzent haben. Doch auch der Unterricht an sich ist einfach...cool.
Die muttersprachlichen Lehrer hier sind alle super nett, witzig und total ambitioniert. Während kleinen Arbeitsphasen dudelt das Radio leise im Hintergrund, das Gelernte wird praktisch  in Diskussionen und Unterrichtsgesprächen angewendet und wenn man mal die Antwort nicht weiß, kommt anstelle eines "HAST DU ETWA NICHT AUFGEPASST?" ein nettes "Das ist okay. Ich schätze deine Ehrlichkeit!". Diese angenehme und lockere Atmosphäre hat mir auch die Angst genommen im Unterricht zu sprechen und ich traue mich viel mehr, mich von selbst einzubringen. Das war während meiner Zeit am Gymnasium nie so!


An meinem ersten Tag in der Sprachschule musste ich mit den anderen Neuankömmlingen einen Test machen, um mein Sprachlevel zu bestimmen. Ich bin C1, whoop whoop! Danach haben wir Stundenpläne bekommen und wurden in unsere Klassen geschickt. In meiner sind nur Deutsche. Nein, falsch, ein Österreicher ist noch dabei (sehr exotisch!). Im Unterricht wird nur Englisch geredet...hach, es ist einfach wunderbar!

Liebste Grüße, Nina

Ps Die Leute aus meiner Klasse müssen sich auch ihren Teil bei meinem Planer und meiner Federmappe denken. Aber hey, catlady and proud!

Montag, 5. September 2016

5. Pure Freude!

Der erste Tag ist fast vorbei und ich kann meine Gefühle und Gedanken immer noch nicht wirklich in Worte fassen. In meinem Kopf wirbelt alles durcheinander. Es ist aber ein gutes Durcheinander.

Als ich mich am Sonntag gegen 6 Uhr in der Früh von meiner Familie und meinem Freund am Flughafen verabschiedet habe, war mir nur nach Weinen. Ich hatte einen Kloß im Hals und die Tränen standen mir in den Augen. "Was tust du hier? Was machst du nur? Wie sollst du nur die 6 Monate alleine überstehen?", habe ich mich die ganze Zeit gefragt. Am liebsten wäre ich zurück durch die Sicherheitskontrolle gerannt und wieder mit meinen Liebsten nach Hause gefahren. Zum Glück habe ich das nicht gemacht, ich hätte es so bereut! Mein Herz wird zwar ganz schwer, wenn ich daran denke, so lange niemanden aus der Heimat zu sehen, aber man muss eben Opfer bringen...und es ist ja nicht für immer.

Meine beiden Flüge verliefen gut. Am London Heathrow Airport gab es zwar ein paar Komplikationen, weil ich zur falschen Busstation geschickt wurde und meinen Bus nach Bournemouth verpasst habe, aber das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe ohne zusätzliche Kosten ein neues Ticket bekommen. Der spätere Bus hatte dann leider gut vierzig Minuten Verspätung, aber ich bin heil in meiner WG angekommen und das ist wohl am Wichtigsten.


Apropos WG - es ist so toll hier! Meine Vermieter sind super nett. Nach dem Papierkram und einer kleinen Einweisung wurde ich mit dem Auto etwas durch Bournemouth gefahren. D hat mir den Strand, die Sprachschule und einige Läden gezeigt. Bournemouth ist so eine tolle Stadt - nicht zu voll, aber es ist trotzdem viel los. D ist echt lieb und wir haben uns nett im Auto unterhalten. Ich habe ihn übrigens nach seiner Meinung zum Brexit gefragt und finde es sehr gut, dass wir da einer Meinung sind (STAY!). D hat mich für mein Englisch gelobt und gemeint, dass er gar nicht hören würde, woher ich komme, weil ich fast akzentfrei sprechen würde. Ich sage euch, ein größeres Kompliment kann man mir eigentlich kaum machen! Seine Frau S hat mich genauso herzlich empfangen und das Beste: SIE HABEN EINE KATZE!


An meinem Zimmer habe ich rein gar nichts auszusetzen. Das Bett ist so unglaublich bequem und ich habe ein eigenes Waschbecken. Sonst stehen mir Küche, eine Lounge und ein Esszimmer zur freien Verfügung. Sogar das Saubermachen und die Wäsche wird hier von den Vermietern übernommen. Ich werde diesen Luxus wirklich voll und ganz genießen, weil ich nicht weiß, wie es dann in dem Hotel sein wird.
Außer mir wohnen noch zwei deutsche Mädchen in meinem Alter, ein deutscher Junge und ein 20-jähriger Türke hier. Das Haus ist fünf Minuten (!) vom Strand weg und typisch britisch aus rotem Backstein. Dadurch, dass die Vermieter hier auch wohnen und alle so freundlich und aufmerksam sind, komme ich mir eigentlich vor wie in einer Gastfamilie. Ich fühle mich pudelwohl!


My heart is so happy!

Das war es erstmal für heute.
Liebste Grüße, Nina

Samstag, 3. September 2016

4. Ich packe meinen Rucksack & nehme mit...

Der Koffer ist gepackt, der Kleiderschrank etwas geleert - morgen geht es los!
Ich ziehe den Hut vor jedem, der seinen Koffer für ein Jahr packen muss bzw. musste (Klein Lens? I'm talking to you!), denn mir fiel es schon für 6 Monate schwer. Aber im Endeffekt habe ich es dann doch auf die Reihe bekommen. Allerdings werden mir meine Wintersachen noch nachgeschickt, die haben nun echt nicht mehr reingepasst!
Egal, um meinen Koffer soll es heute gar nicht gehen. In diesem Post zeige ich euch, was ich in meinem Handgepäck so mit mir herum schleppe.


Dieser schicke Rucksack von Jansport begleitet mich schon seit der 10. Klasse. Er ist geräumig, sieht aber gleichzeitig auch schnieke aus. Die tollen Anhänger habe ich zum Abschied von Freunden bekommen.